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neuere Gedichte

 




einwecken

und

wieder einmal

ging der Sommer

ließ Träume zurück

spiegelte sie noch einmal

im farbenfrohen Kleid

um sie dann

einzuwecken

zu speichern

für den

immer wieder

erhofften

neuen

bunten

Frühling

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Sommerabend


Rittersporn

schien seine Rüstung

abgelegt zu haben

Margariten wurden still

Glockenblumen schwiegen

 ein leichter Abendwind

trug den Duft

der wilden Rose

zu mir

die Laube bettete

mich ein


 

 

Im Mai

 


Stille

im Abendgarten



die Laute

ist verklungen

 


das Blumenmeer

umhüllt mich

noch einmal

mit Sommerduft

 


zwei Steinmasken

schauen entspannt

 


die Amsel singt

ihr Nachtlied

 

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Tanz im Mai


Der wilden Kirsche Blütenblätter

sie luden heut zum Maientanz

verwirbelt von dem Windgevatter

webten sie mir den Hänschenkranz


Ein rosa Teppich wollt sich legen

auf den Asphalt den grauen kalten

des Windes Kraft doch war dagegen 

wollt mir die Bühne nicht erhalten


Hätte schon gerne mitgetanzt

im Wonnemonat Mai

wenn alles strahlt-sich nichts verschanzt


doch dann war`s leider schon vorbei

man hatte was dagegen-

es war der Maienregen

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licht und dunkel

 


an den Tannen vorbei

den dunklen

drang das Licht in jede Lücke

überzog das frische Grün

mit einem glänzenden Schimmer

erfaßte den Boden

zeigte den Keimlingen ihren Weg

nur

die Tannenstümpfe

schauten traurig

das Streben zur Sonne

war beendet worden

ohne dass sie es wollten

die Stämmme stapelten zerstückelt

am Wegrand

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es ist bald wieder soweit

 

bald schon nehm ich mir ganz viel vor

ich will jetzt wirklich besser werden

so wie im beichtstuhl beim herrn pastor

damals als ich noch fromm wollt`werden

 

ich hoff `nur dass es dies´ s mal wird klappen

denn vorsätze hab ich einst reichlich genannt

aber jetzt will ich mich wirklich berappen

wer`d´schließlich weiser -hab vieles erkannt

 

auch wenn mancher schmunzelt und denket naja

der alte macht wieder `mal reichlich trara-

noch wirkt es alles reichlich verschwommen

doch hab´ich mir ernsthaft viel vorgenommen

 

man muß ja doch schließlich weiterstreben

und wenn ich´s nicht schaff´-dann im nächsten leben

 

 

 

 

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des Abends spät

 

Ich träume in des Glases Weine

den schon so alten Abendtraum

sein Rot erzählt mir still das kleine

das samt`ge Lied-man hört es kaum

 

Und wenn er in des Mundes Höhle

des Gaumens zarte Seit berührt

so fühl ich-wie mich seine Seele

in wohl`ge Leichtigkeit entführt

 

Nun werd ich ihm auch heute noch

begegnen zu des Abends Neige

möcht leicht mich fühlen-ohne Joch

dass er den Weg zu Morpheus zeige

 

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mann oh mann

 

wenn deine Energie sich aufwärts windet

und deinen Atem ganz behutsam hebt

der allzu lange schon im Rahmern klebt

ein Wohlgefühl sich Schritt für Schritt erfindet

 

jedoch nur scheinbar jene Kraft entfaltet

die ausreicht für das aufgezwängte Ziel

die suchet in dem täglich alten Spiel

und letztlich doch dein Wesen ständig spaltet

 

das Mensch sich nennt oder vielleicht nur Mann

ein Spielball zwischen wollen muß und kann

das wankend folgt den vielen Illusionen

 

obwohl es glaubt so vieles doch zu schaffen

von großen und auch so gewicht`gen Sachen

bleibt oftmals es in seinem Traumhaus wohnen

 

 

 

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Wald im Winter

 

wieder einmal

lädst du mich ein

hast einen

 weißen Teppich

ausgelegt

 

 

umhüllst

Baum und Strauch

mit einem

geheimnisvollen

Schleier

 

umgibst

auch mich

mit

Wintergeborgenheit

 

bis hin

zur Galerie

der Weite

der weißen

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Vorsätze

(neues Jahr)

 

keine Umwege mehr

jedenfalls

nicht zu viele

 

keine Fluchten mehr

jedenfalls

keine so großen

 

keine Zweifel mehr

jedenfalls

keine so gewaltigen

 

einfach weitermachen

wie bisher

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zur Weihnacht

 

 

im Dom

an einer Säule lehnend

versunken

in das Reich der Tropetenklänge

wohltuend

geborgen

dem Göttlichen

näher

dem Göttlichen

in mir

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Novemberbild

verlassen

schauen die Baumriesen

in den Spiegel

des Baches

 

letzte Blätterkarawanen

ziehen

über ihre Konturen

hinweg

 

Enten verzerren

das Trauerbild

 

plappern aufgeregt

wissen längst

 

nicht lange

dann

wird er wieder

vor der Tür stehen

er

der Lenz

der fröhliche

mit den blauen Bändern

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ach Hans

am Feldrand-dort im Grünen

da hab ich sie geseh`n

auf weiten Flures Bühnen

so leicht so stolz so schön

 

im hohen Sommerweizen

ganz kess und ohne Müh

sie nicht mit Reizen geizten

trotz aller Morgenfrüh

 

in Blau und Rot und Pinke

im leichten Juliweh`n

da sah ich ihr Gewinke

konnt nicht mehr widersteh`n

 

mußt`folgen ihrem Rufe

dem wonnig stillen Klang

wetzte sogleich die Hufe

ganz nah zu dem Gesang

 

war`ns Blumen Elfen Feen?

Versunken war ich ganz

wollt`gar nichts mehr versteh`n

war nur der tanzend` Hans

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ausgeliefert

 

wohin

fliegen die Träume

wenn die Tage

ihr Gleichmaß pflegen

die Nächte unklar werden

wohin treibt sie

der Wind

dem ich

 ausgeliefert bin

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wir

wer sind wir-wenn die Tage sich verwehn

die Nächte gleichen Traum nur wiederholen

der sehnsuchtsvoll und doch schon fast verstohlen

versuchet stets der Alltagswelt zu widerstehn

 

Wir sehn das Flackern all der dunklen Wege

die ungelebt verharren an dem Rand

nicht dringen durch des Schutzwalls hartem Band

nicht finden über Gräben kleinste Stege

 

Und dennoch wächst im Innern Kernes Stärke

will wachsen rings um ihn lebend`ge Frucht

getragen von dem noch so winz`gem Werke

 

Des Herbstes Gold braucht doch wohl seine Zeiten

trotz Sturmesweh`n und auch Novemberwucht

fürs Werden und auch für Vergänglichkeiten

 

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am Wegrand

 

am Wegrand

standest du

mit großen

fragenden

 Blütenblättern

fremde

reizende

 Blume

ich gab

keine Antwort

flog weiter

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mein Wald

still

sein Atem

moosig

sein Kissen

wärmend

seine Geborgenheit

beim Anlehnen

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wie sehr

 

wie kleben wir doch

immer wieder

an den Sehnsüchten

berühren für Momente

und schon

flattert der der Augenblick

des Glücks

davon

wie der Schmetterling

der bunte

der lebendige

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