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Gerd Meibers: Lyrik und Bilder

 

Oh Wunder

 

 

 

Nimmt der Mensch

 

noch Wunder wahr

 

wird das Leben

 

wunderbar

 

doch sieht der Mensch

 

die Wunder nicht

 

wird er meistens

 

wunderlich

 

(Gerd Meibers)

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gefallen
 2017

nein
du gefällst nicht allen
falls dir das nicht gefällt
fall nicht in ohnmacht
andernfalls bleibt nichts übrig
von dir
das wäre schade
denn -für den fall der fälle-
könntest du doch noch
einigen gefallen
und vor allem
dir selber 

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Meine Webseite(in Arbeit)

 

 Geboren bin ich 1940 im schönen Hümmling.
Schon früh begegnete ich Gedichten und sie begleiteten mich meine ganze Schulzeit-sowohl als Schüler als auch  Lehrer. Mit ca 30 Jahren begann ich selber meine ersten Texte zu verfassen-Seit der Zeit arbeite ich in verschiedenen Autorengruppen und im Internet.  Meine Gedichte trage ich auf Lesungen vor und habe einige Bücher selbst verfaßt und gebunden.

 

 

 

 

 

 

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neuere Gedichte

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leise

weise
las ich
müßte man im alter werden
weise


 wiederholte ich
leise

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flügel

träumte ich mir
glitt über die lande
berührte den horizont
den blauen
tanzte an stillen stränden
sang meine sommerlieder
vergaß
dass es nur
ein traum war

 

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eben

ich würde so gerne
weit in der ferne
die sterne erklimme(l)n
doch wenn ich spähe
gleich in der nähe
seh ich den wunsch
schon verschimmeln
dann klett`re ich auf bäumen
versuche in träumen
davon zu schweben
und nenne dies streben
ganz einfach eben
mein leben
weben

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noch nicht

ich wußte
damals noch nicht
das meine träume
ihren platz brauchten
für mein leben
damals
als ich sie nur
dem wald
anvertraute
den zweigen
die sich mir
zuneigten


 

 

älter

 

geworden

der walnussbaum

vor dem haus

 setz mich zu ihm

auf die bank

mit dem

verblaßten blau

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doch

als ich noch
zu dir lief
tag für tag
die straßen zählte
die mich dir näher brachten
doch
da liebten wir uns doch

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es ist gut so

 

 

 

nur leicht

 

berührt der mond

 

die tannenspitzen

 

eingehüllt in kokon ferner nebel

 

spricht er mir von ewigkeit

 

von vergangenem

 

von abenden in kalten wintern

 

nicht greifbarer sehnsucht

 

vom frostigen suchen

 

erzählt er mir

 

nach der großen erfüllung

 

schaut er

 

als wisse er nicht

 

von dem scheitern

 

als ginge es ihn nichts an

 

nein

 

sein blick ist milde

 

voll wärme

 

siehst du

 

sagte er

 

es ist gut so

 

es ist gut

 

 

 

 

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so fern

ich spüre
dein lächeln
würde dich
lieben können

im traum

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als



das Mondlicht
über dem Meere

auf den Balkonen
unsere Träume

Grillen sangen

melancholisch

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ganz nahe

 flatterndes herz
über dem wasser

ein atemzug
der tiefe

 mein boot
mit vielen lecks

 



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begegnungen

konturen
werden sichtbar
nähern sich
berühren sich
verlieren sich
nicht

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hallo, Mann
 
wenn deine Energie sich aufwärts windet
und deinen Atem ganz behutsam hebt
der allzu lange schon im Rahmen klebt
ein Wohlgefühl sich Schritt für Schritt erfindet

jedoch nur scheinbar jene Kraft entfaltet
die ausreicht für das aufgezwängte Ziel
die suchet in dem täglich alten Spiel
und letztlich doch dein Wesen ständig spaltet
 
das Mensch sich nennt oder vielleicht nur Mann
ein Spielball zwischen wollen muß und kann
das wankend folgt den vielen Illusionen
 
obwohl es glaubt so vieles doch zu schaffen
von großen und auch so gewicht`gen Sachen
bleibt oftmals es in seinem Traumhaus wohnen

 








 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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Balladen

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                                                               der kleine Spatz

 

ein noch recht kleiner Spatz

erblickte einen Knödel-

und wie ja jeder weiß

ist diese runde Speis

gedacht nur für die Meis-

der arme kleine Dödel

 

Er flog gleich auf der Stell

ohn Zögern zu dem Runden-

einfach geradeaus,

vorbei am Gartenhaus,

direkt zu diesem Schmaus-

um köstlich dort zu munden

 

Vom Baum  sah das die Meis-

sie wurde heftig laut-

das ist doch unerhört,

zwitscherte sie empört,

man wird  nicht nur gestört,

 

hier wird auch noch geklaut

 

sie rief nun Freund um Freund,

den Spatzen im Visier,

sie flogen gleich im Schwall

mit heftigem Krawall

sie tun`s halt überall-

zum kleinen Spatzentier

 

Erschrocken saß der kleine Spatz

inmitten dieser Meisenschar-

oh weh,oh wei,o Graus,

wie komm ich nur hier raus

zu meinem Spatzenhaus-

piepste er immerdar

 

dann nahm er  allen Mut,

die Augen zu und los-

fast in Sturmesbraus

immer geradeaus

zu Mutters Spatzenhaus-

dort zitterte er bloß

 

was hab ich dir gezwitschert,

die Mutter schimpfte dort-

du bist doch noch zu klein

und dann so ganz allein,

nun siehst du ja wohl ein-

die Strafe folgt sofort

 

das zitternd kleine Wesen

 versteckte sich ganz eilig-

in Mutters groß Gefieder

noch zitterten die Glieder-

ich tu`s auch niemals wieder-

versprach es hoch und heilig

 

was soll man da nur sagen,

manch einer braucht  Erfahrung-

oftmals schon sehr früh

und das trotz aller Müh

im Leben da und hie-

anstatt der Offenbarung

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des Alten Ruh

 

oder

 

beinahe eine Nahrungskette

 

 

 

Eine Mücke saß auf einem Ast

 

und machte dort ein wenig Rast;

 

da sah sie- ja,recht wohl erhalten-

 

auf der Veranda dort,den Alten

 

 

 

Er genoß des Abends wohl`ge Ruh

 

sah Tauben, Amseln ,Meisen zu,

 

trank schlückchenweise roten Wein

 

und meint`,es kann nicht schöner sein

 

 

 

Die Mücke auf dem Aste dacht,

 

das Abendbrot ist schnell gemacht,

 

das ist ja wirklich ganz famos,

 

der Alte,der ist ahnungslos

 

 

 

Sie machte sich sogleich bereit,

 

nicht zu verlieren lange Zeit,

 

fuhr blizschnell ihren Stachel aus

 

und freute sich auf ihren Schmaus

 

 

 

Doch, in dem Augenblick gerade

 

eine Meise kreuzte ihren Pfade,

 

sie wollte gern ein wenig Speise

 

auf ihrer späten Abendreise

 

 

 

Sie kannte auch den Alten gut,

 

und brauchte nur ganz wenig Mut,

 

in seiner Näh zu fliegen,

 

um Kleingetier zu kriegen

 

 

 

Schnapp ,und die kleine Mück entschwandt,

 

im Schnabel, am Verandarand;

 

die Meis,sie schmatzte nur ganz leis,

 

wie`s nun `mal tun die kleinen Meis

 

 

 

Ja ,und der Alte mit seinem Wein

 

ließ es sich weiter wohlig sein,

 

genoß mit leicht verträumtem Blick,

 

Taub,Meise und des Sommers Glück

 

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